Vier Oscar-Kategorien in Werbepausen verlegt

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Schlanker und abgespeckter. Nicht nur ein Motto für Heidi Klums Topmodelserie, sondern ab diesem Jahr auch für die Oscar-Preisverleihung. In einem Versuch, die Verleihung ansprechender für Zuschauer zu machen, hat das Komitee der Academy Awards beschlossen, die Show auf drei Stunden zu kürzen. Davor war sie immer 4 Stunden lang gewesen. Um diese Länge zu gewährleisten, wurden vier Kategorien in die Werbepausen verlegt. Das heißt, sie werden nicht in der Live-Fernseheinschaltung präsentiert, sondern werden später in verkürzter Form gezeigt.

Der Präsident der Academy, John Bailey, hat am Montag die Mitglieder via Email darüber informiert. Ebenso hat er die vier Kategorien genannt, welche nicht gezeigt werden: Beste Cinematographie, Bester Schnitt, Bester Live-Action Kurzfilm und Bestes Make-Up und Hairstyling. Alle Verleihungen sollen aber über live-stream auf Oscars.com live mitzuverfolgen sein.

Gerade die Entscheidung, Kamera und Schnitt in die Werbepausen zu verlegen, tut sehr weh. Oscar-Preisträger Guillermo del Toro hat sich auf Twitter dazu geäußert, und seinen Unmut darüber Ausdruck gebracht. Während er zugab, sich nicht anmaßen zu wollen, welche Kategorie wegzulassen sei, mahnte der Regisseur, dass gerade Kamera und Schnitt die Herzstücke des Filmemachens seien. Beide würden nicht vom Theater oder der Literatur abstammen, sondern sie „sind das Kino selbst“. Aber nicht nur del Toro, sondern auch zahlreiche andere Filmemacher und Filmfans haben sich über Twitter zu Wort gemeldet, und ihren Unmut darüber zum Ausdruck gebracht.
Die 91. Oscars werden am Februar übertragen. Diesmal wird es keinen Host durch den Abend geben.



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