Sophias Düstere Kinderfilme: Dumbo (1941)


Dumbo, der fliegende Elefant

Übersicht
Kinostart (DE):
23.10.1941
Dauer:
64 Minuten
Genre:
Zeichentrick
Regie:
Ben Sharpsteen
Studio:
Disney
Wertung
8 / 10

Diese Woche ist es so weit. Tim Burtons Adaption des Disney Klassikers „Dumbo“ von 1941 kommt in die Kinos. Ich persönlich warte schon sehr lange auf diesen Film und kann es kaum erwarten ihn zu sehen. Hat mir meine Mutter eigens für diesen Anlass ein Dumbo T-Shirt gekauft? Wer weiß. Also während ich mich rasch umziehe, müssen wir uns einmal kurz über die Originalvorlage von Disney unterhalten.

Und es gibt eigentlich auch nur eine Szene, die wir ansprechen sollten. Ja, ihr habt richtig geraten. Es geht um die Stelle mit den pinken Elefanten. Hallo, was ist das denn? Diese Sequenz ist so verrückt und im gleichen Maße beunruhigend, dass man sich fragen muss, was die Macher des Films sich dabei gedacht haben. Hat die Episode überhaupt etwas mit dem Film zu tun, oder ist es nur ein Experiment der Disney Animatoren, um zu sehen was technisch möglich ist? Dafür möchte ich ein wenig ins Blaue interpretieren und würde mich freuen, wenn ihr in den Kommentaren mitmacht.

Kurz vor der Elefantenszene befindet sich Dumbo an einem Tiefpunkt. Von den anderen Elefanten wurde er verstoßen und in der Manege ist alles schief gelaufen. Darüber hinaus wurde auch noch seine Mutter eingesperrt, so dass er keine Möglichkeit auf einen geborgenen Rückzugsort hat. Dumbos guter Freund Timothy Q. Maus möchte, dass Dumbo sich beruhigt und empfiehlt ihm, Wasser zu trinken. Leider hat er nicht bemerkt, dass eine Flasche Champagner in den Trog gefallen ist und nach einigen kräftigen Schlucken befinden er und Dumbo sich auf einem heftigen Trip.

Und wie dieser Trip animationstechnisch dargestellt wird, sucht in der Welt des Zeichentrick seinesgleichen. Es ist ein absolutes Spektakel an Farben und Formen und irgendeine Art von Handlung scheint hier vergeblich gesucht zu werden. Die pinken Elefanten morphen sich fröhlich von groß zu klein, von lang zu breit, von Kamel zu Auto. Die Musik tut ihr Übriges um den surrealistischen Touch dieser Szene zu untermalen. Was soll das alles bedeuten?

Ich glaube Folgendes: Dumbo befindet sich an einem Tiefpunkt und hat jegliche Hoffnung verloren. Er ist ein Außenseiter und scheint nirgendwo dazu zu passen. Er braucht definitiv einen Aufschwung. Und hier kommen die Elefanten ins Spiel. Mal abgesehen davon, dass sie auch echt gruselig sind, tun die Elefanten was sie wollen, ohne einer klaren Regel zu folgen. Sie können alles sein und verwandeln sich ungebremst in die fantastischsten Dinge. Dieser seltsame Alkoholtraum soll Dumbo zeigen, dass auch er alles sein und tun kann. Das würde insofern passen, da er bald nach dieser Szene alleine fliegen lernt. Was haltet ihr davon? Ein weiteres Indiz ist auch das Aufwachen nach dem Trip auf dem Ast eines Baumes. Wie ist Dumbo da hin gekommen? Egal, er hat es geschafft und wird auch in Zukunft Außergewöhnliches erreichen.

Dass diese Szene wirklich düster ist und der Film deswegen absolut in diese Reihe passt, brauchen wir wohl nicht zu diskutieren. Immerhin haben wir hier ein armes, einsames, geplagtes Elefantenbaby, das in einen Alkoholrausch stolpert. Mike drop. Ich freue mich auf jedenfall wie Bolle auf Tim Burtons Dumbo Version und werde vermutlich alle Kritiker in den Wind schlagen. Fangirling! An Burtons pinke Elefantenszene habe ich definitiv trotzdem hohe Erwartungen.

1 Kommentar

  1. Pingback: Subjektive Kurzmeinung (Janina) zu „Dumbo“(2019) – Filmzeugs.com

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