Sophia liebt Cartoons: Star gegen die Mächte des Bösen (2015-2019)

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Ein Cartoon, den ich zunächst unterschätzt und später lieben gelernt habe: „Star gegen die Mächte des Bösen“. Das erste mal stieß ich auf die Serie, als ich eines Nachmittags durch alle Programme zappte. Ich blieb vielleicht fünf Minuten hängen und speicherte die Serie als verrücktes Fantasy-Geplänkel mit zu wenig Story ab. Unbeeindruckt schaltete ich weiter. Doch von da an begegnete mir „Star gegen die Mächte des Bösen“ immer häufiger in meinem Alltag. Sei es in Rezensionen, Blogeinträgen oder auf YouTube. Und sämtliche Kritiken waren sich einig: diese Serie musste man gesehen haben. Also gab ich ihr noch einmal eine Chance und siehe da, ich wurde verzaubert.

Star gegen die Mächte des Bösen“ handelt von der vierzehnjährigen Prinzessin Star Butterfly, die in der Paralleldimension Mewni lebt – einer Welt voller Magie und Monster. Von der Menschenwelt trennt sie nur eine dünne Membran, die man mit einer Dimensions-Schere überwinden kann, wenn man denn eine hat. Mewni steht unter dem Matriarchat der Familie Butterfly und Star ist die nächste Anwärterin auf den Thron. Zu ihrem vierzehnten Geburtstag erhält sie das magische Zepter ihrer Mutter, um den Umgang damit zu lernen. Doch prompt sorgt Star für Chaos und wird zur Besserung in die Menschenwelt geschickt. Hier soll sie sich ausprobieren und ihre Zauberkräfte entwickeln.

Als Austauschschülerin wird sie in die Familie Diaz eingeschleust und soll von da an mit Marco, dem Sohn der Familie, die Schule besuchen. Gerade die erste Staffel dreht sich um Stars Leben in der Menschenwelt und ihre alltäglichen Abenteuer mit Marco, der mit der Zeit zu ihrem besten Freund wird. Doch schon ab der zweiten Staffel zeichnet sich langsam eine zusammenhängende Geschichte ab. Es geht nicht nur noch um Spaß und das Besiegen von Erzfeinden wie Ludo oder Toffee, sondern um Stars Familie. Denn die hütet ein düsteres Geheimnis, das etwas mit Stars Vorfahrin Eclipsa zu tun hat. Auch spielt die Politik von Mewni und das problematische Zusammenleben von Mewmans (die Menschen in Mewni) und Monstern in den späteren Folgen eine große Rolle.

Star gegen die Mächte des Bösen“ hat aber nicht nur eine packende Story. Die Serie ist auch unglaublich komisch und der Humor sucht in der Cartoon-Landschaft vergeblich Seinesgleichen. Dazu tragen witzige (und zugleich seltsame) Charaktere wie Ponykopf und Stars Vater König Butterfly bei, deren Jokes so krude sind, dass man einfach lachen muss. Ich wünschte ich könnte es noch besser mit Worten malen, aber das muss man selbst hören und sehen – vorzugsweise in Englisch.

Ich liebe dieses Universum, das Daron Nefcy uns mit „Star gegen die Mächte des Bösen“ geschenkt hat. Und als 2019 die letzte Folge ausgestrahlt wurde, war ich zugegeben so traurig wie schon lange nicht mehr. „Star gegen die Mächte des Bösen“ ist etwas ganz Besonderes und könnte vor allem Fans von „Steven Universe“ und „Willkommen in Gravity Falls“ gefallen. Auch „Sailor Moon“-Liebhaber kommen auf ihre Kosten, denn wenn man ganz genau hinschaut, sind die Anleihen des Cartoons an den Kult-Anime kaum zu verbergen. Ich sage nur: glitzernde Transformationen! Mein Appell also: Gebt der Serie eine Chance und schließt nicht von der ersten Staffel auf den Rest des Cartoons, so wie ich es beinahe getan hätte. Ihr könntet etwas Großartiges verpassen.

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