Sophia liebt Cartoons: Spongebob Schwammkopf (1999, fortlaufend)

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Wer lebt in `ner Ananas ganz tief im Meer? Spongebob Schwammkopf! Und das schon seit 21 Jahren. 1998 eroberte der gelbe Schwamm mit Hosenträgern die Herzen der Zuschauer im Sturm und wurde schnell zu einer der beliebtesten Figuren der Nickelodeon-Familie. Geschenkt hat uns das gelbe Wunder der ehemalige Meeresbiologe und Trickfilmzeichner Stephen Hillenburg, der 2018 leider an den Folgen einer schweren Krankheit verstarb. Doch sein Vermächtnis lebt weiter: Spongebob ist über die Jahre zu einer popkulturellen Kultfigur geworden und für seinen Erfolgszug ist noch lange kein Ende in Sicht.

Ich machte meine Bekanntschaft mit Spongebob in einem Alter, als ich eigentlich schon „viel zu cool“ für solchen „Kinderkram“ wie Cartoons war. Wer kennt nicht diese Phase, in der man unbedingt ganz schnell erwachsen werden will? Dass ich die krude Serie über den Burgerbrater unter dem Meer eigentlich doch ganz lustig fand, konnte ich erst dank meiner besten Freundin zugeben, die selbst ein großer Bob-Fan war und das zum Glück nicht versteckte. Bald schmissen wir uns die Zitate nur so um die Ohren und konnten uns gar nicht mehr einkriegen vor Lachen. Good old times!

Das Beste an Spongebob ist, dass es eine Serie für Kinder und für Erwachsene ist. Kinder mögen das naive Verhalten und die Verrücktheiten von Spongebob, Erwachsene die hintergründigen Witze, die man erst mit ein paar Jahren auf dem Buckel versteht. Die Serie mischt erfolgreich klassische Cartoon-Elemente, wie zum Beispiel Figuren mit fest zugeschriebenen Eigenschaften – Patrick ist ein bisschen doof, Sandy dafür umso schlauer und Mr. Krabs schrecklich geizig – und Slapstickeinlagen. Gepaart wird das mit einer Priese Selbstironie, denn man sollte sich einfach nicht zu ernst nehmen. Die Wortwitze nicht zu vergessen: Was ist Klaustrophobie? Richtig, die Angst vor Klaus!

Und ja, man kann von Spongebob sogar was lernen. Nicht selten übt die Serie nämlich subtile Gesellschaftskritik, wenn man genau hinsieht. In der Folge „Normal ist das nicht“ wird Spongebob beispielsweise vermittelt, dass er sich an die normierte Gesellschaft anpassen muss und auf seine Eigenheiten verzichten soll – denn nur so würde man ihn akzeptieren. Zum Glück merkt Spongebob am Ende der Folge, dass er genau so gut ist, wie er eben ist. Mit Ecken, Kanten und Löchern.

Spongebob Schwammkopf“ ist eine feste Größe in der Cartoon-Welt und von den Bildschirmen gar nicht mehr wegzudenken. Und wer jetzt nach 12 Staffeln noch nicht genug vom gelben Schwamm hat, der soll nicht verzagen. Im Sommer 2020 kommt ein neuer Film über den Burgerbrater aus Bikini Bottom in die Kinos. Und so viel sei gesagt: Keanu Reeves ist mit dabei. Seid also bereit, jederzeit.

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