Sophia liebt Cartoons: She-Ra und die Rebellen-Prinzessinnen (2018)

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Wer nicht viel von der She-Ra-Neuauflage „She-Ra und die Rebellen-Prinzessinnen“ hält, sollte hier aufhören zu lesen. Denn die folgenden Ansichten könnten ihn oder sie schockieren und zur Hyperventilation vor dem Computer führen. Zwinkersmiley. Seit 2018 hat Netflix in Zusammenarbeit mit Dreamworks die She-Ra Cartoon-Vision von Noelle Stevenson umgesetzt und bisher vier Staffeln veröffentlicht. Und obwohl viele Fans der 80er Jahre Serie den neuen Zeichenstil stark kritisieren, sind noch weitere Episoden in Planung.

She-Ra und die Rebellen-Prinzessinnen“ erzählt die Geschichte der jungen Hordes-Soldatin Adora, die in einem Wald ein magisches Schwert entdeckt, das sie in eine Heldin namens She-Ra verwandelt. Durch ihre neuen Kräfte und mithilfe der Bright Moon-Bewohner Glimmer und Bow erkennt sie die bösen Absichten der Hordes und kehrt der Armee den Rücken – und auch ihrer besten Freundin Catra. Wütend über Adoras Verrat mutiert Catra zu She-Ras Erzrivalin und bekämpft ihre ehemalige beste Freundin mit allen Mitteln.

Um gegen die Hordes weiter vorzugehen, muss Adora sich auf die Suche nach den unterschiedlichen Prinzessinnen des Landes machen, die jede über eine andere magische Fähigkeit verfügt. So kontrolliert Mermista das Wasser, Perfuma die Pflanzen und Frosta das Eis. Aber es gibt auch Prinzessinnen ohne elementare Fähigkeiten. Glimmer kann sich beispielsweise teleportieren, Entrapta ist eine geniale Technikerin und Netossa schleudert Netze aus Energie. Gemeinsam mit ihnen bekämpft Adora als She-Ra den bösen Kommandanten Hordak und seine Armee, wobei sie mehr als einmal den Verlust einer geliebten Person verkraften muss.

Wegen der aktuellen Reboot-Freude der Film- und Fernsehindustrie waren viele Fans der ursprüngliche She-Ra-Serie schon von Anfang an gegen diese Neuauflage. Denn das Original ist immer besser, oder? Gerade der an Anime erinnernde Zeichenstil stößt vielen Zuschauern sauer auf, denn er sei zu bunt, zu süß, zu eindimensional. Ihnen fehlen vor allem die Ecken und Kanten des ursprünglichen Designs, das superkurze, aber auf unerklärliche Weise nie rutschende Röckchen von She-Ra und die weiblichen Teenager-Figuren, die wie Brigitte Nielsen aussehen. Ach, du schöne Nostalgie.

Ich kann da jetzt natürlich nicht mitreden, denn ich kenne die Original-Version schlicht und einfach nicht. Aber vielleicht gerade deswegen ist es mir möglich, mich der Serie von 2018 unvoreingenommen zu nähern. Als unverbesserliche Sailor-Moon-Veteranin hat es mir die Handlung von „She-Ra und die Rebellen-Prinzessinnen“ sofort angetan. Bunt-designte Mädchen mit Superkräften schließen sich zusammen und kämpfen gemeinsam gegen eine Böse Macht? Ich bin dabei! Und erst die She-Ra-Verwandlungs-Sequenz: wohlige Schauer.

Klar, die neue She-Ra-Serie ist erst einmal für junge Mädchen konzipiert und deshalb werden problematische Situationen harmloser dargestellt, als sie es sein könnten. Dennoch erzählt die Serie eine ernste Geschichte von Krieg, Verrat, Verlust, Trauer, aber auch von Mut und Freundschaft. Anders als in der Vorlage stehen bei „She-Ra und die Rebellen-Prinzessinnen“ die Figuren und ihre Psyche im Vordergrund. Ihre Stärken und Schwächen werden thematisiert und man kann mitverfolgen, wie die Charaktere mit der Zeit wachsen.

Meiner Meinung nach ist „She-Ra und die Rebellen-Prinzessinnen“ eine coole Serie, die es gerade jungen Mädchen möglich macht, sich selbst in medial repräsentiert zu sehen – in allen Formen und Farben. Der ständige Kampf der ehemaligen Freundinnen Adora und Catra geht ins Mark, die geheimnisvolle Vergangenheit von Aodra will man lüften, was hat es eigentlich mit She-Ra-Vorgängerin Mara auf sich und was werden die Helden gegen Horde Prime unternehmen? Also ich will es unbedingt wissen.

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