Sophia liebt Cartoons: Pinky und der Brain (1995-1998)

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Hey, Brain. Was wollen wir denn heute Abend machen?“ Na, wie geht es weiter? „Genau dasselbe wie jeden Abend, Pinky. Wir versuchen die Weltherrschaft an uns zu reißen!“ 1995 beschlossen zwei weiße Labormäuse, sich die Welt untertan zu machen und starteten von da an jede Nacht einen neuen Versuch dazu. Möglich machten das Tom Ruegger und Ausnahme-Regisseur Steven Spielberg, die gemeinsam mit Warner Bros. die Cartoon-Serie rund um Pinky und Brain in vier Staffeln von 1995 bis 1998 produzierten.

Pinky und Brain sind zwei Mäuse, die in den ACME Labors hausen und tagsüber den Anschein erwecken, ganz normale Tiere zu sein. Doch des Nachts zeigt sich ihr wahres Gesicht. Durch Experimente sind die beiden – mehr oder weniger – intelligent geworden; in Brains Fall mehr, in Pinkys Fall weniger. Diese Intelligenz benutzen sie, um immer wieder neue Versuche zu unternehmen, die Welt zu erobern, wobei sie allerdings wiederholt hemmungslos scheitern. Nicht zuletzt wegen Pinkys Schusseligkeit.

In der Serie werden oft bekannte Erzählungen und Themen aus der Literatur oder der Geschichte aufgegriffen. Sei es Napoleon, Don Quijote oder Picasso: der Cartoon quillt vor Anspielungen nur so über. Darüber hinaus sind Pinky und Brain nie um eine kleine Musicalnummer verlegen. Sie singen über ihre historischen Vorbilder, Diktatoren oder das Eroberer-Lied. Denn wie Brain sagt: „Das Studieren der Geschichte macht Sachen nicht schön glänzend, sondern es erbaut einen und bereitet darauf vor, den Möglichkeiten des Schicksals ins Auge zu blicken.“

Pinky und der Brain“ funktioniert als Konzept gerade deshalb so gut, weil die beiden Figuren so gegensätzlich sind, aber doch zusammenarbeiten – ob aus Freundschaft oder mangelnden Alternativen. Trotz Misserfolgen halten Pinky und Brain zusammen und verfolgen ihr Ziel mit einer bewundernswerten Ausdauer. Ich habe selten eine Cartoon-Serie gesehen, die in gleichem Maße so lustig, aber auch so intelligent ist wie „Pinky und der Brain“. Wird so etwas heutzutage überhaupt noch produziert. Huch, jetzt muss ich aber schnell die Nostalgie-Brille ablegen, ich werde ja schon ganz unreflektiert. Narf, alle miteinander!

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