Sophia liebt Cartoons: Die Legende von Korra (2012-2014)

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Spin-Offs und Nachfolgeserien haben es oft schwer, das ist zumindest mein Eindruck. Meistens können sie nicht an den Erfolg der Ursprungsserie heranreichen oder stoßen nur bei den Hardcore-Fans auf Interesse. Mit „Die Legende von Korra“ lieferten Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko für Nickelodeon eine Fortsetzung für ihren Hit „Avatar: Herr der Elemente“. Und es ist tatsächlich eine direkte Fortsetzung. Denn die temperamentvolle Korra vom südlichen Wasserstamm ist die nächste Inkarnation des Avatars nach Aang.

Ich muss zugeben, dass ich mich wahnsinnig über „Die Legende von Korra“ gefreut habe. Denn hier konnte man nicht nur sehen oder hören, was aus geliebten Charakteren geworden war. Auch die Welt, in der die Geschichte des Avatars spielt, hat sich grundlegend verändert. Der technische Fortschritt hat Einzug gehalten und mit qualmenden Großstädten und rauchenden Fabriken die Industrialisierung eingeläutet.

Die Legende von Korra“ ist wie die Vorgängerserie in Bücher unterteilt: Luft, Geister, Veränderung und Gleichgewicht. Sofort zu Beginn der Handlung tritt Korra ihre Ausbildung zum Avatar in einer staatlichen Einrichtung an und lernt hier schon die Elemente Wasser, Feuer und Erde zu beherrschen. Denn anders als Aang soll sie nicht unvorbereitet in die Welt entlassen werden. Ausgestattet mit dem Wissen über drei Elemente begibt sie sich dann zu Aangs Sohn Tenzin. Er ist der einzige voll ausgebildete Luftbändiger und sieht es als seine Pflicht, den Stamm der Luftnomaden wiederherzustellen. Doch die hitzköpfige Korra tut sich gerade mit dem Element Luft unglaublich schwer und merkt schnell, dass sie noch viel lernen muss.

Im Buch Luft lernt Korra auch ihre späteren ständigen Begleiter kennen: die Brüder Mako und Bolin, ihres Zeichens Feuer- und Erdbändiger, und später die wohlhabende Asami Sato. Gemeinsam müssen sie sich bald gegen die bösen Equalisten stellen, die allen Bändigern ihre Fähigkeiten nehmen wollen. Ohne zu viel verraten zu wollen: Es wird unglaublich spannend und wer hätte diesen Turn der Ereignisse erahnen können? Schaut es auch unbedingt an!

Die Legende von Korra“ schafft es auf einem ähnlich hohen Niveau zu bleiben wie „Avatar: Herr der Elemente“. Dabei ist die Grundstimmung vor allem mit der letzten Staffel rund um Aang zu vergleichen, die etwas erwachsener und ernster gestaltet ist. Dennoch geht der Humor nicht verloren und das ist der schwierige Spagat, den die Serie meistert. Mir persönlich hat vor allem das Buch Gleichgewicht gefallen, da es aktuelle politische Probleme aufgreift und die Zerrissenheit der Avatar-Welt zwischen Tradition und Fortschritt perfekt darstellt (wie schon im Buch Geister thematisiert).

Für mich ist „Die Legende von Korra“ ein würdiger Nachfolger für Aangs Geschichte. Es wird zwar durchaus Fanservice betrieben, doch der ist meistens logisch in die Handlung integriert. Dass Korras Geschichte so schnell zu Ende war, ist zwar schade, aber wozu gibt es DVD-Boxen. Auch im Verlag Cross Cult erscheinen Comicbücher, die Korras Story weiterführen. Ich bin also versorgt. Obwohl es aktuell keine Hinweise auf eine weitere Serie aus dem Avatar-Universum gibt, habe ich immer noch Hoffnung. Ich würde mich freuen, wenn es eine neue Serie gäbe, oder man auch das Leben eines früheren Avatars zum Cartoon machen würde. Daumen drücken!

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