Sophia liebt Cartoons: Cosmo und Wanda – Wenn Elfen helfen (2001-2017)

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Wäre es nicht toll, wenn Wünsche tatsächlich in Erfüllung gehen könnten? Was man sich da alles herbeiwünschen könnte: Firlefanz, Gummigans, grüner Elch, Früchtekelch, Schlangenblick, Tortenstück, Frittenpfund und Schokomatsch! Das hat sich der kleine Timmy Turner auch gedacht, aber anders als bei uns bekommt er – Abrakadabra – zwei Zauberpaten: Cosmo und Wanda. Und mit ihnen einen beinahe unbegrenzten Vorrat an Wünschen frei Haus. Beneidenswert!

Cosmo & Wanda – Wenn Elfen helfen“ stammt von Nickelodeon-Liebling Butch Hartman, der unter anderem auch Serien wie „Danny Phantom“ und „T.U.F.F. Puppy“ kreiert hat. Doch die Serie rund um Timmy und seine helfenden Elfen ist bisher seine bekannteste und erfolgreichste Show. Timmy ist ein zehnjähriger Junge mit verständnislosen Eltern, einer zickigen Babysitterin und einem fiesen Lehrer. Sein Leben ist ganz schön mies und deshalb hat er auch die Zauberkraft des Elfen-Paares Cosmo und Wanda verdient.

Direkt aus der Elfenwelt werden die beiden ihm zur Seite gestellt und unterstützen ihn in seinem Alltag. Timmy kann sich fast alles wünschen, was er will. Aber eben nur fast. Denn es gibt ein Regelbuch (engl. Da Rules) und die darin enthaltenen Richtlinien sind unumstößlich gültig – ignoriert man die Folge, in der Timmy mit einem Zauberstift selbst die Regeln umschreibt. Unter anderem darf Timmy die Existenz seiner Zauberpaten nicht verraten, er darf sich nicht den Sieg in einem Wettbewerb wünschen oder Geld herbeizaubern. Um nur einiges aufzuzählen. Natürlich reizt Timmy diese Grenzen immer wieder aus und bringt sich nicht nur einmal in Gefahr.

Cosmo & Wanda“ ist eine durch und durch witzige Cartoon-Serie, die vor allem mit ihrem kruden Humor überzeugt. Auch Eltern haben hier was zu Lachen, wenn der ehrwürdige George Washington beispielsweise verlauten lässt: „Ich bin der wahre George Washington. Seht ihr nicht meine Holz-Zähne, mein weißes Haar und die Liebe zur Freiheit?“ Gut, vielleicht finde nur ich das lustig. Aber trotzdem: „Cosmo & Wanda“ ist eine gelungene Serie. Doch wie alle gelungenen Serien wird es schwieriger, je länger sie läuft.

Waren vor allem die ersten Staffeln noch Comedy-Gold, begann die Serie mit den Jahren an Qualität einzubüßen. Und was ist dann die richtige Strategie, um die Zuschauer zurückzugewinnen? Richtig. Neue Charaktere erfinden, die eigentlich keiner braucht. Konnte man Cosmos und Wandas Kind Baby Poof noch irgendwie akzeptieren, nachdem es mit einem aufwendigen TV-Special eingeführt wurde, fiel das bei Hund Sparky und der zehnjährigen Chloe schon wesentlich schwerer. Ich meine come on, was soll man mit den beiden bitte anfangen?

Kein Wunder also, dass die Serie 2017 letztendlich eingestellt wurde. Dennoch: Es gibt immerhin die alten Folgen und die kann man sich ja ansehen, wenn man die neuen Ergüsse nicht leiden kann. „Cosmo & Wanda“ hat genügend tolle Episoden, die man sich wirklich immer wieder ansehen kann, ohne dass sie langweilig werden. Was vor allem an schillernden Charakteren wie Jean-Claude van Ramme, Anti-Cosmo, Alien Mark Chang (als Mensch Justin Jake Ashton) oder Dark Laser liegt. „Cosmo & Wanda“ wird auf jeden Fall immer einen der oberen Plätze meiner liebsten Cartoons aller Zeiten belegen.

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