Sophia liebt Cartoons: Avatar: Der Herr der Elemente (2005-2008)

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Wasser, Erde, Feuer, Luft. Vor langer Zeit lebten alle vier Nationen zusammen in Harmonie. Doch dann erklärte uns die Feuernation den Krieg und alles änderte sich. Nur der Avatar, Herr der vier Elemente, hätte sie aufhalten können. Aber als die Welt ihn am meisten brauchte, verschwand er. Einhundert Jahre vergingen und mein Bruder und ich entdeckten den neuen Avatar, einen Luftbändiger namens Aang. Auch wenn er über enorme Fähigkeiten verfügt, muss er noch eine Menge lernen, bevor er jemandem helfen kann. Aber ich glaube daran, dass Aang diese Welt retten wird.“ Habt ihr schon Gänsehaut? Ich auf jeden Fall.

Avatar: Der Herr der Elemente“ gehört zu einem der wenigen in Amerika produzierten zeitgenössischen Cartoon-Serien, die ich als Fantasy-Epos bezeichnen würde. Ist die erste Staffel noch relativ kindgerecht und mit vielen komischen Gags gespickt, mausert sich die Serie rund um Avatar Aang und seine Freunde innerhalb der nächsten Staffeln zu einer spannenden Geschichte über Krieg, Rache und das Schicksal der Welt. Auch die Figuren entwickeln sich über die späteren Folgen immens weiter und als Zuschauer erhält man einen interessanten Einblick in ihre Psyche und ihre Motivationen.

Der Intro-Text des Cartoons hat die Handlung von „Avatar: Herr der Elemente“ schon sehr gut zusammengefasst. In einem von Konflikten zerrissenen Land kann nur der Avatar Aang Frieden bringen. Doch er ist noch ein Kind, muss erst erwachsen werden und die vier Elemente bändigen lernen. Mit seinen Gefährten Katara und Sokka vom südlichen Wasserstamm macht sich der letzte Luftbändiger Aang auf den Weg, geeignete Lehrer für sich zu finden und die übergriffige Feuernation mithilfe seiner Kräfte in ihre Schranken zu verweisen.

Einer meiner absoluten Lieblingscharaktere der Serie (neben Onkel Iroh, natürlich) ist Prinz Zuko. Innerhalb des Cartoons ist er die Figur, die die größte Wandlung durchmacht. Ist er in Staffel eins noch von Rache und dem Wunsch getrieben, den Avatar dem Feuerlord auszuhändigen, um seinen Status am Hof wieder herzustellen, beginnt er später an der Feuernation zu zweifeln. Er wird verbannt, kehrt wieder zurück, nur um erneut verbannt zu werden und sich schließlich Aang als Lehrer für das Feuerbändigen anzuschließen. Was für ein Hin und Her! Und wer könnte seinen spannenden Showdown gegen seine machthungrige Schwester Azula in Staffel drei vergessen?

Die Cartoon-Serie „Avatar: Der Herr der Elemente“ war so erfolgreich, dass 2010 ein Realfilm produziert wurde, der ungefähr die erste Staffel zusammenfasst. Nun, man kann den Film finden wie man will, aber meiner Meinung nach ist es ganz gut, dass es bei dem einen Film geblieben ist. Kann man dennoch nicht genug vom Avatar-Universum kriegen, gibt es zum Glück die ebenfalls herausragende Nachfolgeserie „Die Legende von Korra“ sowie einige sehr lesenswerte Comicbücher (hierzulande von Cross Cult herausgegeben), die direkt an die Handlung der letzten Staffel von „Avatar: Der Herr der Elemente“ anschließen. Kein Grund also, traurig zu sein, denn für Avatar-Nachschub ist gesorgt.



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