Sophia liebt Cartoons: Adventure Time (2010-2018)

0

„Adventure Time, come on grab your friends. We’ll go to very distant lands. With Jake the Dog and Finn the Human, the fun will never end, it’s Adventure Time!“ Um „Adventure Time“ zu beschreiben, fehlen mir eigentlich die richtigen Worte. Aber ich probiere es. Die Serie aus dem Hause Cartoon Network wirkt wie die Drogenfantasie eines Mittzwanzigers, der auf der Welle eines Zuckerrausches reitet und dabei mit der einen Hand 80er Jahre Videospiele spielt und mit der anderen eine schnurrende Katze streichelt. Und das ist verdammt gut!

Grob zusammengefasst geht es in der Cartoon-Serie um die beiden Hauptfiguren Finn den Menschen und Jake den Hund. Gemeinsam leben sie im fantastischen Land von Ooo, in dem Prinzessinnen, sprechende Süßigkeiten und andere Fabelwesen wohnen. Tyrannisiert wird der Frieden dieser farbenfrohen Welt immer mal wieder vom bösen, labilen Eiskönig und seiner Pinguin-Armee, doch die Helden Finn und Jake stellen sich ihm jedes Mal in den Weg.

Aber die Serie ist viel mehr als das. Sie ist vielschichtig, an einigen Stellen überraschend tiefgründig und handlungstechnisch selten linear. Die Probleme und Erlebnisse der Serien-Figuren sind zugleich tief menschlich, aber auch so out of Space, dass man am Ende der elfminütigen Episoden denkt: „Was war das denn jetzt?“ Auch enden die Episoden nicht immer logisch und lassen die Handlung teilweise ohne Abschluss im Raum stehen, was ich persönlich so von keinem anderen Cartoon kenne. Und das experimentelle Erzählen kommt gut an, denn „Adventure Time“ wurde immerhin mit ganzen acht Emmys ausgezeichnet.

Eine Adventure Time-Story, die mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist die Hintergrundgeschichte des Eiskönigs. Ohne zu viel zu verraten: Einige Episoden beleuchten die Vergangenheit des verrückten Eiskönigs und wie er wurde, was er wurde und was die Vampirprinzessin Marceline damit zu tun hat. Eine sehr emotionale Geschichte, wie ich finde, die unter die Haut geht.

Doch auch wenn „Adventure Time“ manchmal einen sehr ernsten Ton anschlägt, ist die Serie vor allem eines: urkomisch. Der Humor des Cartoons ist einzigartig, verwirrend und sympathisch, was für mich eine gute Mischung ist. Also, falls euch ein bisschen „craziness“ im Leben fehlt, greift ungetrost zu „Adventure Time“, ihr werdet es nicht bereuen. Und übrigens: Im Oktober wurde überraschenderweise verkündet, dass aktuell eine Fortsetzung der Serie unter dem Titel „Adventure Time: Distant Lands“ für HBO produziert wird. Ich bin schon gespannt und freue mich auf neue Abenteuer mit Finn und Jake.



Schreibe einen Kommentar