Meinung: Wir gehören zusammen – We Bare Bears: Der Film

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Six seasons and a movie! Aber in diesem Fall eher: Four seasons and a movie. Nach vier Staffeln ist die erfolgreiche Cartoon Network Serie „We Bare Bears – Bären wie wir“ nun zu Ende und Erfinder Daniel Chong feiert das mit einem abschließenden Film. Und der schickt die drei Bärenbrüder wohl auf ihr größtes Abenteuer. Bevor der Film am 21. November auf Cartoon Network Deutschland Premiere feiert, durften wir schon vorab einen Blick darauf werfen.

Grizz, Panda und Eisbär sind drei unzertrennliche Brüder und leben gemeinsam in einer Höhle im Wald nicht weit entfernt von der angrenzenden Stadt. Und sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Grizz ist der mutige Anführer, Panda der Schüchterne Nerd und Eisbär könnte man am besten mit dem Spruch „Stille Wasser sind tief“ beschreiben. Am liebsten bewegen sie sich wie Menschen auf zwei Beinen, oder indem sie aufeinander stehen wie die Bremer Stadtmusikanten, während der unterste Bär läuft. Verrückt, oder? Das finden auch die Menschen der Stadt und beginnen damit, sich über die drei Bären zu beschweren. Denn die hinterlassen bei ihren Stadtbesuchen immer wieder ein großes Chaos, ohne es zu bemerken.

Und dieses Mal ist es besonders schlimm. Als sie unbedingt die ersten Kunden eines neuen Food Truck sein wollen, ruinieren sie eine Hochzeit, stoßen ein kleines Kind um und fahren ohne Fahrschein in der U-Bahn. Die Menschen der Stadt wollen sich das nicht mehr bieten lassen und so tritt Agent Trout auf den Plan. Er will die Bären in ein Reservat verfrachten und sie für immer wegsperren. Doch das wollen die drei Bären auf keinen Fall und fliehen in einem (echt schick gepimpten) Hippie-Van. Nun beginnt eine wilde Jagd, während die Bären eigentlich einfach nur einen Platz suchen, wo sie in Frieden leben können. Wie wird das ganze wohl ausgehen?

Was für viele moderne Cartoons gilt, gilt auch hier: Er ist nicht nur was für Kinder. „We Bare Bears: Der Film“ hat viele wichtige Lektionen, die so mancher Erwachsene auch noch lernen könnte. Grizz, Panda und Eisbär werden diskriminiert, weil sie anders aussehen und nicht in die Gesellschaft der Menschen passen. Sie werden gejagt, beschimpft und sollen letztendlich weggesperrt werden, obwohl alles durch ein klärendes Gespräch mit den Stadtbewohnern gelöst werden könnte. Es geht sogar so weit, dass die Bären selbst beginnen, an sich zu zweifeln und ihre Identität als Brüder hinterfragen, weil sie nicht die gleiche Fellfarbe haben. Doch letztendlich lernen sie: gemeinsam sind sie am stärksten! Und: Man muss sich gegenseitig besser kennenlernen, um den anderen zu akzeptieren. Leute, davon können wir uns in der aktuellen Zeit wirklich eine Scheibe abschneiden.

Auch hat Daniel Chong etwas für Fans der Serie parat, das er ihnen schon lange versprochen hat. In einem Interview sagte er, dass er sich die Geschichte, wie die Bären Brüder wurden, bis zum Schluss aufspart. Und das hat er getan. Ich will nicht zu viel verraten, aber es ist sehr süß, gleichzeitig spannend und kitschig – aber absolut auf die gute Art. Da will man einfach nur losknuddeln.

„We Bare Bears: Der Film“ ist ein würdiger Abschluss für die Serie. Anders als in den einzelnen Episoden entsteht hier eine richtig zusammenhängende Geschichte, die spannend ist, Herz hat und einen einfach zum Lachen bringt. Und das war wohl das größte Kunststück, den Sprung von der Serie zum Film zu schaffen und dennoch den Ton des beliebten Cartoon beizubehalten. „We Bare Bears: Der Film“ ist einer der intelligenten Cartoon-Filme unserer Zeit, den man wirklich mit offenen Augen, Ohren und Geist ansehen sollte. Und Spaß macht er auch noch.

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