IMDb Top 250: Platz 61 – Django Unchained (2012)


Django Unchained

Übersicht
Kinostart (DE):
17.01.2013
Dauer:
165 Minuten
Genre:
Action, Western
Regie:
Quentin Tarantino
Wertung
8 / 10

Wieder Tarantino, wieder geht es um Rache und wie bei meinem letzten Review spielt Christoph Waltz wieder die gleiche eine tragende Rolle.

Die Handlung in einem Satz: Ein Sklave will Rache und nimmt sie sich.

Die Ähnlichkeiten zu “Inglourious Basterds” fallen sicher nicht nur mir auf, deswegen muss ich da auch nicht mehr so genau drauf eingehen. Aber es gibt auch Unterschiede, denn Django hat im Gegensatz zu Shosanna nicht nur Rache, für die er lebt und bereit ist zu sterben, sondern auch eine große Liebe, die er befreien möchte.

Der Film ist mit 165 Minuten sehr lang. Das Interessante daran ist, dass ich den Film nach knapp 1:20h pausieren musste, um kurz aufs Klo und in die Küche zu gehen und war schockiert, dass ich erst bei etwa der Hälfte des Films war. Ich kannte “Django” ja bereits und wusste, dass da Storytechnisch nicht mehr so viel passieren würde. Trotzdem verging auch die zweite Hälfte des Films wie im Flug.

Tarantino-typisch gibt es auch hier sehr lange Dialoge, aber vor Allem gegen Ende kommt richtig viel Fahrt in den Film und wir erleben einige aufregende Schießereien, die aber natürlich gewollt überdreht sind. Manche Figuren fliegen zum Beispiel in physikalisch unmögliche Richtungen, nachdem sie erschossen werden. Es sei denn, Django schießt mit der gleichen “Magic Bullet” mit der John F. Kennedy getroffen wurde (Youtube Link zur “Magic Bullet”-Szene aus “JFK (1991)”). 

Die Charaktere des Films sind ähnlich überzeichnet. Das trifft im Besonderen auf die “Bösen” zu: Monsieur Candie, Stephen (Samuel L. Jackson hassenswürdigste Rolle?), etc. Ähnlich wie in einem Videospiel rollen am Ende des Streifens die Köpfe und durch diese Überzeichnung freut man sich über jeden einzelnen Tod. Bei James Remar kann man sich sogar zweimal über seinen Tod freuen, da er zwei Figuren verkörpert. Ungewöhnlich, aber laut meiner Internetrecherche nichts einmaliges.

Für Westernfans hat der Film viel zu bieten. Viele nette kleine Anspielungen und auch Cameos wie der von Franco Nero. Dafür sagt mir die Musik des Films im Vergleich zu anderen Filmen von Tarantino eher weniger zu, aber das ist sicher Geschmackssache.

“Django Unchained” hat mich aber insgesamt nicht so begeistert wie “Inglourious Basterds”, der insgesamt interessanter und emotionaler auf mich wirkte. “Django” ist definitiv ein GUTER Film, aber kein großartiger Film. Er ist sehr unterhaltsam und trotz seiner Länge nie langatmig, aber er hinterließ bei mir einfach keinen großen Eindruck und war innerhalb weniger Minuten auch wieder halb vergessen.

Interessante Trivia: Calvin Candie ist der einzige von ihm geschriebene Charakter für den Quentin Tarantino ausschließlich Hass verspürt.  



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