IMDb Top 250: Platz 169 – Kill Bill Vol. 1


Kill Bill Volume 1

Übersicht
Kinostart (DE):
16.10.2003
Dauer:
112 Minuten
Genre:
Action
Regie:
Quentin Tarantino
Wertung
8 / 10

Der letzte Quentin Tarantino Film aus der Imdb Top 250 Liste ist “Kill Bill Vol. 1”. Es ist der Tarantino Film, der am meisten riskiert, dabei nicht immer erfolgreich ist, aber alles in allem trotzdem spannend und unterhaltsam bleibt.

Die Handlung in einem Satz: Die Hauptfigur will Rache. Same procedure as every movie, Quentin?

Ich mag “Kill Bill” mehr als ich ihn gut finde. Macht jetzt nicht direkt Sinn, aber ich versuche es zu erklären. Ich halte den Film für kein Meisterwerk, bei weitem nicht. Dafür funktioniert zu vieles nicht für mich. Er ist mir trotzdem sehr sympathisch. Das liegt vor Allem daran, dass er extrem viel probiert. Das klappt wahrlich nicht immer, aber allein der Mut von Quentin Tarantino es zu testen, hebt den Streifen in meinem Sympathie-Ranking nach oben.

Aber was meine ich damit überhaupt? Der Einstieg des Films ist auf altmodisch getrimmt. Das ist eine gute Entscheidung, denn obwohl der Film im Jahr 2003 veröffentlicht wurde, fühlt es sich wie ein viel älteres Werk an.  “Kill Bill Vol. 1” ist voll mit diesen kleinen Gimmicks und ich denke, dass der Film für die meisten Zuschauer damit steht und fällt. Wie genervt ist man davon, dass der wahre Name der Braut jedes Mal gepiept wird, wie langatmig findet man die Hintergrundstory von Lucy Lius Figur, die als Anime erzählt wird, etc.?

Bei mir haben nicht all diese außergewöhnlichen Ideen funktioniert, aber genug damit ich den Film als interessant genug empfinde und nicht komplett genervt davon bin. Ich kann aber verstehen, dass man “Kill Bill” nicht ausstehen kann, wenn man auf eher konservative Erzählungsstile steht.

Ein großer Teil des ersten “Kill Bill” Films (mehr noch als beim zweiten Teil, aber den habe ich hierfür nicht noch einmal gesehen) sind die sehr langen Kampfszenen. Davon abgesehen, dass sie sehr gut choreografiert sind, was bei einem Actionfilm dieser Größenordnung selbstverständlich sein sollte, erzählen sie zudem eine gute Geschichte. Zu oft wird dem Zuschauer in anderen Filmen zwar viel “Action” geboten, doch ist diese relativ eintönig und man wartet nur auf das Ende. Nicht hier. Wie in einem guten Wrestling-Match wird die Geschichte auch hier im Kampf weiter vorangetrieben und es ist kein lahmes Warten bis die Heldin endlich als Triumphator hervorgeht. Das ist für gewöhnlich nämlich etwas, was mir persönlich viele Actionszenen kaputt macht.

Zusammenfassend ist “Kill Bill Vol. 1” zwar ein sehr unterhaltsamer Film, der aber aufgrund von langen Dialogen, viel Gewalt und einigen ekelhaften Szenen (zum Beispiel die mit Schamhaaren verklebte Vaseline – mir wird schon wieder übel) sicher einige Zuschauer abstößt. 

Interessante Trivia: Eine Vielzahl von Schauspielern (Jack Nicholson, Kevin Costner, Warren Beatty, Kurt Russell, Mickey Rourke, Burt Reynolds) lehnte es ab die Rolle des Bill zu spielen. David Carradine war somit bei weitem nicht die erste Wahl. Uma Thurman war hingegen nicht nur die erste sondern auch einzige Wahl von Quentin Tarantino.


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