Die Top-50-Filme des letzten Jahrzehnts: Platz 50-41

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Und damit geht es los. Heute präsentieren wir euch unsere Plätze 50-41. Hier noch einmal der Hinweis, dass es nicht unser Anliegen ist eine allgemein gültige Liste zu erschaffen und und bewusst ist, dass ihr wahrscheinlich eine andere Platzierung im Kopf habt. Wir geben hier lediglich unsere eigene, zusammengeworfene Meinung wieder. Weitere Informationen dazu, wie wir die Liste zusammengestellt haben und wie ihr einen Beitrag zur Community-Liste leisten könnt, findet ihr in unserer Einleitung!

Wenn ihr selbst mitmachen wollt, könnt ihr HIER eure eigene Liste abgeben.

Platz 50: “Argo”

©Warner Bros.

Eric: “Dieser Film war für mich ausschlaggebend, dass ich Ben Afflecks Karriere anfing genau zu beobachten. Der Mann weiß einfach wie man schnörkellose, aber stetig steigende Spannung inszeniert und Charaktere richtig präsentiert. Ein verdienter Oscargewinn damals, leider hatte es nicht für den Regieoscar gereicht. Schade, denn Affleck kann Regie (siehe “The Town”). Ich hätte auch gern seinen “Batman” – Film gesehen. Aber ich gehöre allgemein eh zu jenen, die gern mehr Batfleck gesehen hätten.”

Platz 49: “Annihilation”/”Auslöschung”

©Paramount Pictures

Marius: “Annihilation ist für mich eine der Besten, wenn nicht die Beste, weil mutigste Netflix-Veröffentlichung. Leider hat der Plot einige Schwächen und Logikfehler und das Ende gefällt sicherlich nicht jedem. Das unverbrauchte Setting, der Cast voller starker Frauenfiguren und die teilweise unerträgliche Spannung machen den Film für mich aber eindeutig zu einem der besten Filme des letzten Jahrzehnts.”

Platz 48: “The Wolf of Wall Street”

©Universal Pictures Germany GmbH

Bernhard: “Eine Liste ohne Scorsese darf nicht sein. Der Meisterregisseur verfilmte die wahre Geschichte von Jordan Belfort, dem kriminellen Wolf der Wall Street Ende der 80er. Auch hier widmet sich Scorsese wieder seinem Lieblingsthema Kriminalität. Doch anders als früher, eher in Richtung “The irishman”, zeigt Scorsese im letzten Drittel seines 3-Stunden-Epos, dass sich das doch nicht wirklich auszahlt. DiCaprio hätte den Oscar hierfür mehr als verdient gehabt, doch es war auch der Beginn der “McConaissance” und auch der Durchbruch von Margot Robbie.”

Eric: “Bei “The Wolf of Wall Street” handelt es sich um einen jener Filme, bei denen ich das Gefühl habe, ich muss oder sollte sie mögen, tu es aber nicht sonderlich. Der Film hat auf jeden Fall seine Qualitäten (vor allem die Inszenierung), die ich ihm nicht absprechen kann oder will und Leonardo DiCaprio fährt ordentlich auf. Aber ich finde den Film schlicht unausgegoren, was die Erzählung angeht. Das geht sogar soweit, dass ich kurz davor stehe ihn als langweilig zu empfinden.”

Marius: “Ich verstehe, was man an diesem Film hassen kann. Es gibt keinen sympathischen Charakter. Auf dem Bildschirm passieren eigentlich ausschließlich verabscheuungswürdige Dinge. Scorsese erlaubt dem Zuschauer dabei nicht einmal kritische Distanz, der überragende Leonardo DiCaprio zwingt den Voyeur zur Teilnahme an diesem Irrsinn. Und nach zweieinhalb Stunden Drogen, Geld und menschlichem Abschaum hat man ein breites Grinsen im Gesicht – das ist schlimm und genau deshalb genial.”

Platz 47: “Ex Machina”

©Universal Pictures Germany GmbH

Klaus: “Intelligenter Sci-Fi-Thriller von Alex Garland, der sich mit dem Thema „Künstlicher Intelligenz“ befasst. Der Film beweist, dass auch ein Sci-Fi-Film manchmal nur aus eine Location und drei herausragenden Schauspielern (Oscar Isaac, Alicia Vikander und Domhnall Gleeson) benötigt, um großartig zu sein.”

Platz 46: “Us”

©Universal Pictures

Bernhard: “Nach seinem Spielfilm-Regiedebüt „Get Out“ liefert Jordan Peele einen weiteren klasse Horrorfilm ab. Eine Familie wird im Urlaub mit nieder-instinktiven Versionen ihrer Selbst konfrontiert. Fragen nach Identität und freiem Willen werde aufgeworfen, wobei der Film nicht nur grausig, sondern auch lustig sein darf.”

Janina: “Wer „Get out“ und/oder Horrorfilme mag, kommt an „Wir“ nicht vorbei. Für mich zählt der Film zu den besten Horrorfilmen der letzten 10 Jahre.”

Platz 45: “Atmen”

©Polar Film & Medien GmbH

Bernhard: “Der leider einzige österreichische Beitrag in der Liste. Karl Markovics‘ Regiedebüt ist ein Coming-of-Age-Drama um einen jugendlichen Straftäter, der einen Posten in einem Bestattungsinstitut anfängt. Nach und nach beginnt er, sich mit seiner eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Fantastische Bilder und großartiges Schauspiel komplementieren einander. Der Titel des Filmes versteckt sich zudem in jeder Szene des Filmes.”

Platz 44: “Drachenzähmen leicht gemacht 2”

©Dreamworks Animation

Eric: “Ich muss an der Stelle gleich sagen, dass ich den ersten Teil im besten Fall “nett” fand. Ein äußerst oberflächiger Film mit (selbst damals) nur okayer Inszenierung. Teil 2 war sich aber scheinbar der Probleme bewusst und hat nahezu alle Schwächen wieder ausgebügelt und hat Stärken konsequent weiterentwickelt. Herausgekommen ist einer der selten Fälle, wo der Nachfolger (um Welten) besser ist, als sein Vorgänger. Und ja, ein wenig Pipi in den Augen hat ich auch.”

Platz 43: “Melancholia”

©Concorde

Klaus: “Lars von Triers „Melancholia” ist ein Drama, welches sich um den vermeintlich schönsten Tag im Leben eines Leben dreht – seiner Hochzeit. Nicht so in diesem Fall, denn zu einer Menge von persönlichen Problemen des Pärchens, kommt auch noch ein drohender Weltuntergang dazu. Komplett ungeeignet für einen angenehmen Filmabend mit Popcorn, aber nichtsdestotrotz ein interessanter und abgedrehter Film.”

Platz 42: “Spider-Man: A New Universe”

©Sony Pictures

Sophia: “Endlich ein Film, der Langzeit-Sieger Disney in der Oscar-Kategorie „Bester Animationsfilm“ geschlagen hat! Aber das ist nicht die einzige Qualität von „Spider-Man: A New Universe“. Nach sechs Spider-Man-Filmen und drei verschiedenen Peter Parkers drohte die Spider-Man-Geschichte den Zuschauern überdrüssig zu werden. Zum Glück produzierte Sony in diese Zeit „Spider-Man: A New Universe“ hinein; einen Film, der Spider-Man nicht nur in einem neuen visuellen Stil präsentierte, sondern die Geschichte auch erfrischend und selbstironisch wiedererzählte.”

Bernhard: “Als man dachte, man hätte schon genug vom Wandkrabbler, kommt da plötzlich der neue Animationsfilm von Sony heraus. Und er sieht wunderbar aus. Diese Animationstechnik gab es bislang noch nicht.  Endlich bekommt auch Peter Parker  seine verdiente Katharsis und es ist schön, dass das Thema um Fehler aus der Vergangenheit sowohl Helden als auch Bösewicht vereint.”

Platz 41: “The Raid 2”

©Koch Media GmbH

Eric: “Ein Action-Fest, das in jede Sammlung gehört. Der Film mag recht lang sein und für einige stellenweise auch ermüdend, aber für mich sind es 150 Minuten pures Adrenalin. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass es kein besseren Film mit Hand-to-Hand-Combat-Szenen gibt.”

Bernhard “Gareth Evans präsentiert ein perfekt inszeniertes Actiondrama um einen Undercover-Polizisten in der Unterwelt. Protagonist Rama kommt nicht zur Ruhe, denn direkt nach Ende des ersten Teils, dem klaustrophobischen Hochhaus-Thriller, beginnt dieser rasante Actiontrip von 2 ½ Stunden. Es gibt kaum bessere Kampfszenen in diesem Jahrzehnt. Jede Actionszene ist originell und einzigartig im Film, von der Gefängnis-Massenschlägerei im Matsch über die Autoverfolgungsjagd, bei der die Kamera DURCH das Auto fährt. Und vor allem die Küchenszene ist legendär.”

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