IMDb Top 250: Platz 86 – Die fabelhafte Welt der Amelie (2001)


 

Ein französischer Film, der mit seiner Unschuld, Freude und Farbenpracht so ganz untypisch für ein Film aus der Grande Nation ist, die bis dahin eher für ihre Dramen bekannt war.

Die Handlung in einem Satz: Eine junge Dame manipuliert ihr Umfeld auf bezaubernde Art und Weise.

 

Dinge, die Klaus mag:

  • Französische Filme
  • Filme mit liebenswerten Charakteren
  • Szenen, in denen der Fernseher mit Amelie spricht

 

Dinge, die Klaus nicht mag:

  • die Amelie-verliebt-sich-Storyline
  • manche Nebenfiguren des Films

Es gibt so Filme, die werden mit jeder Sichtung besser. “Die fabelhafte Welt der Amelie” gehört da leider nicht dazu. Was unglaublich schade ist, weil der Film beim ersten Sehen ein kleines Meisterwerk ist und ich so vieles davon total mag.

Es gibt so viele kleine Kurzfilme und Nebenhandlungen, die Teil des Films sind und hochgradig unterhaltsam sind. So eine Vielzahl an tollen Ideen und Details, die den Film immer wieder sehenswert machen, auch wenn andere Abschnitte nach der 5. oder 10. Sichtung langsam langweilig werden. 

Ich liebe es, dass der Gartenzwerg durch die Welt reist und Amelies Vater Postkarten schickt. Ich mag auch die lustige Erzählerstimme, die durch den Film führt und die Charaktere des Films vorstellt. Einzig die Liebesgeschichte nutzt sich ziemlich ab. Wenn man den Film noch nie gesehen hat, dann ist das wahrlich nicht schlimm, auch weil sie gar nicht so sehr im Fokus steht, wie man vielleicht denken könnte. Wenn man den Film allerdings mehrere Male gesehen hat und weiß, was als nächstes passieren wird und dadurch die Spannung raus ist, langweilen diese Szenen ein wenig und man wartet nur darauf, dass es weiter geht.

Davon abgesehen ist das hier ein absoluter “Feel Good Movie”. Die Bilder sind wunderschön, farbenfroh (für manche Zuschauer vielleicht zu farbenfroh, da Jeunet wirklich extreme Farbfilter nutzt) und Paris sieht einfach bezaubernd aus. Der Score des Films von Yann Tiersen passt perfekt zum Geschehen und macht zudem Lust auf eine Reise in die Stadt der Liebe. Ganz nebenbei auch einer der wenigen Scores, die ich auch so manchmal höre.

“Die fabelhafte Welt der Amelie” steht und fällt aber mit der Hauptfigur Amelie. Diese wird brillant verkörpert durch Audrey Tautou. Eine junge Frau, die auf die süßestes Art merkwürdig ist. Sie ist eine meiner Lieblingsfilmfiguren. Wenn man mit ihrer quirligen Natur nichts anfangen kann, dann wird man mit diesem Film allerdings keinen Spaß haben, denn sie ist nicht nur wie der Film, sondern sie IST der Film. Ich kann (bisher) noch nicht genug von ihr kriegen. 

Interessante Trivia: Der Regisseur und Drehbuchautor des Films, Jean-Pierre Jeunet, fing bereits 1974 an Geschichten und persönliche Erinnerungen aus seinem Leben zu sammeln und an der “Welt der Amelie” zu arbeiten.

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