Bernhard Revisiting Retold Stuff: Zeit der Liebe und des Fernsehens

0

Nun ist also Weihnachten gekommen., Das Zeit der Liebe und der Familie. Um dieses universelle Fest herum spielen unendlich viele Filme, im TV und auch handlungsbezogen. Deswegen schauen wir uns heute einmal an, auf welch unterschiedliche Weise Weihnachten in diesen beliebten Filmen thematisiert wird.

Den Anfang machte “Kevin Allein Zuhaus“, den wir ja schon besprochen haben. Zweimal wird das garstige Kind Kevin von seinen Eltern allein gelassen zu Weihnachten, und zweimal lernt der Held, dass Weihnachten das Fest ist, das man mit seinen Lieben verbringt, auch wenn man sie nicht immer liebhat.

Tatsächlich…Weihnachten

Ein weiterer moderner Klassiker ist „Tatsächlich…Liebe“, ein toller Film mit einem etwas unrühmlichen Erbe: Immerhin wurden durch den Erfolg des Filmes die zahlreichen Nachahmer-Feiertagsfilme wie Muttertag, Valentinstag, Neujahrsabend und mehr produziert. Episodenfilme mit mehreren Kurzgeschichten, in denen berühmte Schauspieler über ihr Liebesleben klagen. „Love…Actually“ did it first, and did it best, kann ich nur sagen. Nur hier bekommen wir Hugh Grant als naiven Premierminister (zu einer Zeit, als Tony Blair das Sagen hatte), dürfen miterleben, wie Alan Rickman seine Frau Emma Thompson betrügt. Hier darf Liam Neeson eine Beziehung zu seinem Stiefsohn aufbauen, indem er ihm in Sachen erste Hilfe beisteht, und das, obwohl sie beide erst über den Tod der Ehefrau/ Mutter hinwegkommen müssen. Bill Nighy wird als abgefuckter Rockstar nun auch vom Mainstream-Publikum entdeckt, und Martin Freeman hatte auch mal blonde Haare vor Marvel und Sherlock. Nicht zu vergessen: Mr Bean als potenzieller Geist der Weihnacht.

Die Geschichte, die Weihnachten erfand

Was ist – neben der Geburt Jesu, DIE größte Weihnachtsgeschichte? Richtig; „A Christmas Carol“ von Charles Dickens. Sein Buch wurde schon unzählige Male verfilmt. Der Alte Geizkragen Ebenezer Scrooge bekommt zu Weihnachten Besuch von den Geistern der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und wird dadurch zu einem besseren Menschen. Jeder durfte hier mal ran. Patrick Stewart, Michael Caine, Michael Gambon die Muppets, Bill Murray, Jim Carrey, die Liste ist endlos. Neben dem Original ist das Doctor Who-Christmas-Special „A Christmas Carol“ definitiv ein persönliches Highlight in der Adaptionsgeschichte des Romans, inklusive fliegenden Haie und ein Twist um den Geist der zukünftigen Weihnacht.

Märchenhafte Weihnachten

Ich sollte auch was zu “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” sagen, nur hab ich diesen Kultfilm immer noch nicht gesehen, *hust*. Dafür aber die Sisi-Trilogie, und die ist ebenso ein ständiger Begleiter von Weihnachten. Herrlicher 50er Kitsch, der die Monarchie romantisiert. Apropos Kitsch: Auf Netflix laufen auch immer ein paar Perlen. Die „Walmart“-Weihnachtsfilme erleben auch auf dem Streaming Service einen Boom, und so haben wir mittlerweile die Weihnachtsprinz-Trilogie, die den Kitsch auf 11 aufdreht.

Des Weiteren gibt es noch die Disney-Filme. Frozen 2 läuft derzeit im Kino, das Original kann man sicher in den kommenden tagen im Fernsehen schauen. Und was noch nicht fehlen darf, sind Herr der Ringe und Harry Potter. Haben zwar nichts mit Weihnachten zu tun, aber gehören auch zur Tradition.

Yippie Ka Yay, Father Christmas

Kein Weihnachten wäre komplett ohne den ultimativen Weihnachtsactionfilm. Es gibt endlose Debatten darüber, ob „Stirb Langsam“ ein Weihnachtsfilm ist. Ja natürlich ist er das. John McLane agiert als unfreiwilliger Weihnachtsmann, der böse Buben eine Rute in Form einer Maschinenpistole gibt. Sein kriechen durch die Lüftungsschächte ist symbolisiert Santa, der durch den Kamin in die Wohnungen reinkommt. Und dass er barfuß herumrennt, ist eine freie Erklärung dafür, warum die Amis Socken vor den Kamin hängen. Die fleißigen Mitarbeiter von Nakatomi Plaza sollen Santas Elfen darstellen, eine Metapher dafür, dass alle Weihnachtsgeschenke eh von asiatischen Kindern hergestellt werden.

Fazit: Frohe Weihnachten

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Weihnachtsfest mit euren Lieben und Freunden. Ich hoffe ihr habt ein braves Christkind, einen netten Weihnachtsmann oder eine gut gelaunte Befana. Genießt die Feiertage und vor allem auch die Filme, die ihr euch gemein sam mit eurer Familie ansehen werdet. Und natürlich Friede auf Erden.

Schreibe einen Kommentar