Was tun, um das Mädchen deiner Träume endlich auf dich aufmerksam zu machen? Ganz klar: eine Band gründen! Denn was ist cooler, als auf einer Bühne zu stehen, abzurocken und ihr einen ganz speziellen Song zu widmen? Ich würde mal behaupten, dass nichts die Herzen der Ladys schneller erobert. Aber ob das auch für Conner Lawlor gilt? Immerhin sieht es so aus, als wäre der 15-Jährige aus Dublin in der Loserliga seiner Schule angekommen und wie soll er sich da plötzlich in einen großen Rockstar verwandeln?

Es war einmal in Irland

Aber von vorne. Dublin, 1985: Conner Lawlor steht eine Veränderung bevor. Um Geld zu sparen, schicken ihn seine Eltern ab sofort auf eine erzkatholische Jungenschule, in der nicht nur Geistliche ein strenges Regiment führen, sondern auch ein gemeiner Bully ihm von Anfang an das Leben schwer macht. Der einzige Lichtblick: Auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Schule steht jeden Nachmittag ein wunderhübsches Mädchen, das Conner nicht aus den Augen lassen kann. Eines Tages nimmt er sich ein Herz und spricht sie an. Wie sich herausstellt, ist das Mädchen mit dem ätherischen Namen Raphina Model von Beruf. Ohne nachzudenken bietet Conner ihr einen Auftritt im neuen Musikvideo seiner Band an und Raphina sagt skeptisch zu.

Welche Band, fragt ihr euch jetzt wahrscheinlich. Genau, Conner hat nämlich gar keine! Jetzt muss er schnell handeln, eine Truppe zusammenstellen und auch noch einen eigenen Song schreiben. Zum Glück kennt sein Mitschüler Darren genau die richtigen Leute dafür und nach einem Nachmittag Klinkenputzen und einem kleinen Aushang ist die Band komplett: Gitarre, Bass, Drums, Keyboard und natürlich mit Conner am Mikrophon. Inspiriert vom Musikgeschmack seines älteren Bruders Brendan und mit jeder Menge Unterstützung von Gitarrist Eamon entsteht der erste Song, der Raphina immerhin so gut gefällt, dass sie tatsächlich auch zum Videodreh auftaucht.

Zukunftsmusik

Um den Kontakt zu Raphina nicht zu verlieren, schreibt Conner immer wieder neue Songs und arrangiert neue Musikvideodrehs, in denen das Model jedes Mal die Hauptrolle spielt. Aber Raphina hat eigentlich eigene Pläne. Mit ihrem festen Freund möchte sie endlich nach England gehen, den Durchbruch als Model schaffen und sich dort ein neues Leben aufbauen – denn in Dublin einen coolen Job zu finden, kann man vergessen. Was heißt das nun für Conner und Raphina, und welche Auswirkungen hat das auf die Band? Wenn ihr es wissen wollt, hilft nur eins: Film einlegen und ansehen!

Musik = Liebe

„Sing Street“ war für mich persönlich ein Zufallsfund, in den ich mich sofort schockverliebt habe. Nicht nur das kauzige 80er Jahre Setting, die tolle Musik oder die schrulligen Figuren haben mich begeistert. Einfach das ganze Gefühl dieses Films stimmt und versetzt einen selbst noch einmal in die Zeit des Heranwachsens. Obwohl die Musik natürlich im Vordergrund steht, ist die Handlung noch vielschichtiger. Es geht darum, sich als Jugendlicher auszuprobieren. Wer bin ich? Wer will ich sein? Es geht um Familie und darum, dass die manchmal einfach nur verrückt spielt und man sich von ihr nicht definieren lassen muss. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt, Liebe und den Traum nach einem besseren Leben. Und das wunderbar verpackt in eine Setlist der wohl schönsten 80er Jahre Pop- und Rocksongs aller Zeiten.

Meiner Meinung nach ist „Sing Street“ der ideale Film für Musikliebhaber und alle, die es werden wollen. Er ist real, witzig, seltsam und einfach voller Musik. Beinahe bekommt man das Gefühl, dass man selbst in Eamons Wohnzimmer steht und Akkorde zupft, während die Mutter im Nebenzimmer mit den wackelnden Wänden um die Wette tanzt. Ich schalte mir jetzt auf jeden Fall erst einmal den Soundtrack zum Film an und mache mit.

By Sophia

Sophia ist nicht nur Serienliebhaberin, sondern rennt auch immer sofort ins Kino, wenn der Geldbeutel es zulässt. Seit ihrer Kindheit sind Filme ein wichtiger Teil ihres Lebens und das hat sich bis heute nicht geändert. In ihrer Freizeit liest sie Bibliotheken leer und versucht der beste Pokémon-Trainer zu werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.