Manchmal kann eine Nacht alles verändern. Wirklich alles. Nick ist ein schüchterner Junge, für den es nur zwei Dinge im Leben gibt: Musik und seine Exfreundin Tris. Immer wieder stellt er für sie liebevoll gestaltete Mix-CDs zusammen, um sie zurückzugewinnen. Aber Tris interessiert sich kaum dafür und schmeißt die CDs einfach in den Müll. Dort findet sie ihre Mitschülerin Norah und nimmt die CDs mit nach Hause – und so beginnt die Geschichte.

Liebe auf den ersten Sound

Nick und Norah haben den gleichen Musikgeschmack und lieben die Indieband „Where’s Fluffy“. Die Band ist dafür bekannt, geheime Gigs zu organisieren und erst kurz vor Konzertbeginn die Location bekanntzugeben. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Caroline macht sich Norah eines Abends auf, das an diesem Tag angesagte Konzert zu finden und sie tingeln dabei durch jede Menge New Yorker Clubs. In einem dieser Clubs hat Nick gerade mit seiner Band „The Jerk Offs“ einen Gig und fällt Norah gleich ins Auge. Aber auch Tris ist in diesem Club und führt ihre neuste Flamme vor. Sie zieht Norah damit auf, dass sie wieder einmal ohne Date unterwegs ist und so greift Norah zu einer Notlüge: Sie behauptet, Nicks Freundin zu sein, küsst ihn vor allen Anwesenden und hat damit eine absolut verrückte Nacht eingeläutet.

Denn von da an beschließen Nicks Band-Kumpels, dass die beiden füreinander bestimmt sind und versuchen sie zu verkuppeln. Und wie könnte das besser klappen als bei einer gemeinsamen Schnitzeljagd. Zu fünft machen sie sich auf, um „Where’s Fluffy“ zu finden und es beginnt eine wahre Odyssee durch den nächtlichen Big Apple. Dabei werden sie immer wieder einmal voneinander getrennt, treffen die seltsamsten Leute und suchen alle möglichen Orte nach Hinweisen auf das geheime Konzert ab. In diesem Chaos lernen sowohl Nick als auch Norah, dass sie manchmal über ihren eigenen Tellerrand hinausblicken müssen und ein unerwartetes Abenteuer auch eine Chance auf etwas Neues sein kann.

Flach oder frisch?

Als „Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht“ 2008 erschien, bekam er nicht sehr viel Aufmerksamkeit. Zwar sah man dort Michael Cera in der Rolle des Nick, der kurz zuvor mit „Juno“ weltweit bekannt wurde, doch das reichte nicht als Zuschauer-Zugpferd. Vielleicht war es die Musik, vielleicht der Cast, aber der Film kam einfach nicht so gut an. Leider, muss man sagen. Kritiker taten ihn als geistlose Indie-Komödie mit flachen Witzen und wenigen gelungenen Momenten ab. Nein, das lasse ich so nicht stehen! Denn ich habe mich sofort in den Film verliebt und ich sage euch auch gleich warum.

„Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht“ ist deshalb so erfrischend, weil er die typischen Boy-Meets-Girl-Geschichte anders erzählt. Als Zuschauer sieht man hier eine wunderbar leise Romanze, die sich Stück für Stück entwickelt, auch mal wackelt, zu zerbröckeln droht, um dann wieder aufzuleuchten. Der Film zeigt, wie Musik Herzen verbinden und man in nur einer Nacht eine Menge erleben kann. Nick und Norah müssen sich beide ihren Ängsten stellen und entscheiden, ob das Gewohnte auch wirklich immer das Beste ist.

Ganz besonders haben mir auch die Nebenfiguren gefallen. Einerseits natürlich Nicks sympathische Kumpel/Bandkollegen Thom und Dev, die alles dafür tun wollen, damit ihr Nick endlich glücklich wird. Andererseits Norahs chaotische Freundin Caroline. Denn letztendlich sorgt sie dafür, dass die Gruppe immer wieder von ihrer Suche nach „Where’s Fluffy“ abkommt, da sie sturzbetrunken verschwindet und Norah sie retten muss – Where’s Caroline?

Entzückend verrückt

Für mich ist „Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht“ ein wunderbarer Film über Liebe, Erwachsenwerden und Musik. Er schafft es, das Gefühl eines Roadmovie in nur einer Nacht zu entfalten und zeigt das musikalische New Yorker Nachtleben in seiner ganzen Verrücktheit. Ich mag, dass sich die Charaktere echt anfühlen, nicht verstellt sind und man sich dadurch umso leichter in sie reindenken kann. „Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht“ ist bis heute einer meiner All Time Favorites, den ich mir immer wieder ansehen kann. Der tolle Soundtrack ist dann noch das Sahnehäubchen dazu.

By Sophia

Sophia ist nicht nur Serienliebhaberin, sondern rennt auch immer sofort ins Kino, wenn der Geldbeutel es zulässt. Seit ihrer Kindheit sind Filme ein wichtiger Teil ihres Lebens und das hat sich bis heute nicht geändert. In ihrer Freizeit liest sie Bibliotheken leer und versucht der beste Pokémon-Trainer zu werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.