Schon wieder eine typische Netflix-Serie über eine geplagte Teenagerin? Auf keinen Fall, möchte ich behaupten. Mit „I am not okay with this“ traut sich der Streaming-Anbieter was und verfilmt Charles Forsmans gleichnamige Graphic Novel. Darin werden zwei Genre gemixt, die bereits seit Josh Tranks „Chronicle“ bewiesen haben, dass sie gut zusammen harmonieren. Denn die junge Sydney ist nicht nur ein frustriertes Pubertier, sondern besitzt auch noch Superkräfte. Aber woher stammen die? Und was können die alles? Das versucht Sydney im Lauf der sieben Folgen herauszufinden.

Aber ganz von vorne: Sydney Novak ist siebzehn Jahre alt, wohnt in einer amerikanischen Kleinstadt und geht auf die Highschool. Seit dem Selbstmord ihres Vaters ist ein Jahr vergangen und dieses Trauma lässt sie immer noch nicht los. Gut, dass sie ihre beste (und einzige) Freundin Dina hat, die immer an ihrer Seite ist. Doch seit kurzer Zeit datet Dina den blöden Sportler Bradley und der stiehlt Sydney ganz schön viel Beste-Freundinnen-Zeit. Um mit Dina gleich zu ziehen, beginnt Sydney, sich mit dem Geek Stanley zu treffen, der heimlich in sie verliebt ist. Doch Sydney merkt bald, dass von ihr aus mehr als eine Freundschaft nicht drin zu sein scheint.

So viel zum Teenager-Teil. Aber da ist noch mehr. Denn in der Zwischenzeit hat Sydney etwas Seltsames an sich bemerkt. Immer dann, wenn sie besonders negative Emotionen verspürt, beginnt um sie herum alles zu wanken und zu schwanken. Bücher fallen aus den Regalen, Tassen explodieren und die Wände bekommen Risse. Comic-Fan Stanley weiß Rat: Sydney hat telekinetische Kräfte! Und die werden immer stärker. Syndey versucht verzweifelt, sie zu kontrollieren, aber das ist nicht leicht. Darüber hinaus wird sie auch noch von einem dunklen Schatten verfolgt. Wer kann das nur sein? Und was will er?

Sydney forscht nach und bekommt immer mehr den Verdacht, dass ihr toter Vater etwas mit den Kräften zu tun haben könnte. Ihre Mutter ist von ihren Nachforschungen alles andere als begeistert und versucht sie zu unterbinden. Doch Sydney gibt nicht auf und durchsucht die Hinterlassenschaften ihres Vaters, bis sie eine verschlossene Kiste entdeckt. Können darin Hinweise auf seinen Tod oder ihre seltsamen Kräfte sein?

Fragen über Fragen. Und so richtig werden die in diesen sieben Folgen auch nicht geklärt. „I am not okay with this“ ist spannend und hält den Zuschauer fest. Man möchte unbedingt wissen, was das alles zu bedeuten hat. Aber enttäuschenderweise endet die siebte Folge mit einem brutalen Cliffhanger (und einem krassen Carrie-Moment). Leute, das könnt ihr mit mir nicht machen! Jetzt soll ich wieder einmal auf die nächste Staffel warten. Aber es ist noch überhaupt nicht sicher, ob da was kommt. Wieso, Netflix? Dann muss wohl die Graphic Novel her.

Ich finde „I am not okay with this“ ist ein guter Versuch von Netflix, Fans von Coming-of-Age-Serien einmal etwas anderes zu bieten. Daumen hoch, also. Der Cast besticht durch bekannte Gesichter wie Sophia Lillis als Sydney, Wyatt Oleff als Stanley und Kathleen Rose Perkins als Sydneys Mutter Maggie. Trotzdem lässt die Serie für mich zu viele Fragen offen, dafür, dass sie wie so viele andere Produktionen dem Netflix-Absetzungs-Wahnsinn zum Opfer fallen könnte. Es wäre toll, wenn die sieben Episoden als geschlossene Staffel funktionieren könnten. Trotz allem eine gute Serie, die eben einfach Lust auf mehr macht.

By Sophia

Sophia ist nicht nur Serienliebhaberin, sondern rennt auch immer sofort ins Kino, wenn der Geldbeutel es zulässt. Seit ihrer Kindheit sind Filme ein wichtiger Teil ihres Lebens und das hat sich bis heute nicht geändert. In ihrer Freizeit liest sie Bibliotheken leer und versucht der beste Pokémon-Trainer zu werden.

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