Duff! Gebt es zu: Dabei habt ihr zuerst an das eisgekühlte Lieblingsgetränk von Homer Simpson gedacht. Aber darum geht es heute gar nicht. Heute geht es um die Highschool-Schülerin Bianca Piper und wie sie herausfindet, dass sie eine DUFF ist. Was ist das? Und was heißt das überhaupt? Dann will ich euch mal einweihen.

Wer ist hier die „Fette Freundin“?

Das Wort DUFF ist eine Abkürzung hinter der sich der wenig schmeichelhafte englische Ausdruck „Designated Ugly Fat Friend“ verbirgt. Klingt gemein? Das ist es auch! Eine DUFF ist eine Person – egal, ob Junge oder Mädchen – die die Leute um sie herum besser aussehen lässt, weil er oder sie so durchschnittlich ist. Der oder die DUFF ist dafür da, um interessierten Flirtpartnern Infos über seine oder ihre heißen Freunde zu geben. Denn da DUFFs eben sehr normal sind, hat niemand Angst davor, sie anzusprechen. Wow, ganz schön verkorkst! So was können sich auch nur amerikanische Highschool-Schüler ausdenken.

Kein Wunder, dass Bianca aus allen Wolken fällt, als ihr Nachbar aka. Football-Captain Wesley sie darauf hinweist. Dabei ist Bianca weder hässlich, noch fett. Allerdings bemerkt sie von da an immer öfter, dass niemand sie wirklich beachtet und sie tatsächlich immer nur nach ihren beiden heißen Freundinnen Casey und Jessica gefragt wird. Da sieht sie natürlich im ersten Moment rot und verdächtigt ihre Freundinnen, sie als DUFF auszunutzen, um besser dazustehen. Prompt kündigt sie ihnen die Freundschaft.

Die Teeniefilm-Formel

Doch Bianca will sich auf keinen Fall mit ihrer Rolle als DUFF zufriedengeben und sucht ausgerechnet bei Wesley Rat. Er soll sie zur Ex-DUFF machen und dafür hilft sie ihm in Chemie. Von da an beginnt ein wahres Teen-Fest über Umstyling, zu Push-Ups, Dating-Tipps und Kussübungen. Nun, wer das Einmaleins des Teeniefilms beherrscht, weiß natürlich, wo das hinführen wird. Denn plötzlich muss Bianca ständig an Wesley denken, dabei ist der doch bloß ein blöder Sportler.

Okay, ganz ehrlich. Dieser Film wirkt auf den ersten Blick ganz schön 0815-Teenieromanze. Das ist wirklich ziemlich offensichtlich. Heißer Typ krempelt Nerd-Mädchen um, nimmt ihr die Brille ab und sie ist auf einmal super heiß. „Eine wie keine“ lässt grüßen! Warum langweile ich euch also mit meinen Gedanken zu diesem Machwerk? Das hat zwei Gründe.

Kommerz mit Köpfchen

Wenn man „DUFF – Hast du keine, bist du eine“ zum ersten Mal sieht, drängt sich einem gleich der Gedanke auf: Dieser Film ist nicht gut gealtert. Immerhin lässt sich hier ein kluges und witziges Mädchen von einem dämlichen Schönling ohne Ende mansplainen, anstatt ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen und auf die Meinung der anderen nichts zu geben. Das ist so was von 90er! Doch wenn man genau hinsieht, steckt da noch mehr dahinter. In „DUFF“ sind die Figuren so stark überzeichnet, die Story so platt und das Ende so vorhersehbar, dass schnell klar wird: Der Film ist eine Parodie auf alle Teenie-/Coming-of-Age-Filme jemals. Hier wird jedes Klischee doppelt und dreifach aufgetischt, während die Schauspieler einfach eine Menge Spaß an dem ganzen Zirkus haben. Da macht Zuschauen Spaß!

Auch wirklich witzig ist die Hauptrolle Bianca Piper. Ich meine, wer könnte Schauspielerin Mae Whitman nicht zum Schreien komisch finden. Sie gibt Bianca das gewisse Etwas, ist zynisch, lustig, bringt ihre Beobachtungen auf den Punkt und gleitet immer wieder in wunderbare Tagträume ab, ganz nach dem Motto: Was wäre, wenn…? Genauso glänzt Allison Janney mal wieder in der Rolle der überambitionierten, sich einmischenden Mutter und ist in jeder ihrer Szenen zu hundert Prozent präsent. Es gibt keine kleinen Rollen, nur kleine Schauspieler.

Klar, „DUFF“ ist echt kein Meisterwerk. Aber er fasst sehr gut und witzig die Formel Teeniefilm zusammen und sorgt dafür, dass man als Zuschauer diese auch einmal hinterfragt. Mit einem tollen Cast und guter Message am Ende ist „DUFF“ ein Film, der sich durchaus sehen lassen kann. Vorausgesetzt, ihr seid keine überstrengen Kinokritiker. Aber hey, Spaß muss auch mal sein.

By Sophia

Sophia ist nicht nur Serienliebhaberin, sondern rennt auch immer sofort ins Kino, wenn der Geldbeutel es zulässt. Seit ihrer Kindheit sind Filme ein wichtiger Teil ihres Lebens und das hat sich bis heute nicht geändert. In ihrer Freizeit liest sie Bibliotheken leer und versucht der beste Pokémon-Trainer zu werden.

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