Oh ja, Netflix liebt seine Coming-of-Age-Serien und wird nie müde, uns am laufenden Band neue zu präsentieren. Wie soll man da nur die sehenswerten von den schlechten trennen? Zum Glück habt ihr mich, die sich durch das ganze Material wühlt. Heute möchte ich euch die Serie „Diebische Elstern“ ans Herz legen. Sie ist in insgesamt zwei Staffeln je zehn Folgen abgeschlossen und erzählt die Geschichte einer absolut ungewöhnlichen Freundschaft.

3, 2, 1 – meins!

Zumindest fängt sie sehr ungewöhnlich an. Die drei Mitschülerinnen Elodie, Moe und Tabitha haben in der Schule wirklich gar nichts miteinander zu tun. Die hübsche Tabitha gehört zu den beliebten Kids, Moe macht nur Stress und Elodie ist praktisch unsichtbar. Doch eine Sache verbindet die drei: das Stehlen. Sie können einfach ihre Finger nicht bei sich behalten, wenn sie etwas Schönes im Laden sehen und deshalb gibt es nur eine Lösung: Therapie. Bei einem wöchentlichen Treffen der anonymen Kleptomanen lernen sie sich das erste Mal kennen und obwohl sie sich am Anfang nicht so ganz grün sind, freunden sie sich doch allmählich an. Spätestens dann, als sie sich in kleinen Klau-Wettbewerben messen. Nachmachen zuhause verboten!

Durch dick & dünn

Während das Thema der Kleptomanie sich durch die Serie durchzieht, ist vor allem das persönliche Drama der drei Figuren im Fokus und wie sie sich gegenseitig dabei helfen. So hat Elodie erst vor kurzer Zeit ihre Mutter verloren und muss nun bei ihrem Dad und dessen neuer Familie leben. Das Stehlen ist für sie ein Ventil für das emotionale Chaos. Moe dagegen hat das harte Image einer Troublemakerin, liebt aber ein cooles Fußball-Ass und möchte das um jeden Preis geheim halten. Tabitha dagegen muss nicht nur damit kämpfen, dass ihr Vater ihre Mutter betrügt, sondern ist auch noch häuslicher Gewalt ausgesetzt. Denn ihr Sportler-Freund Brady hat Aggressionsprobleme und verletzt sie dabei sehr oft.

Was unterscheidet „Diebische Elstern“ von anderen Netflix Coming-of-Age-Serien? Meiner Meinung nach kratzt sie nicht nur an der Oberfläche wie so viele andere Serien, sondern gibt jeder Figur eine eigene Geschichte und die dafür nötige Tiefe. Hier wird eine Freundschaft präsentiert, die durch dick und dünn geht und auch mal gefährlich wird, wenn’s sein muss. „Diebische Elstern“ schönt nichts, zeigt auch die schmutzigeren Seiten, bleibt dabei aber immer menschlich und nachvollziehbar. Vor allem die zweite Staffel setzt noch mal eins drauf und gibt Elodie, Moe und Tabitha genug Raum, um als Charaktere zu wachsen.

Absolut bingewürdig

Mir gefällt die Serie mit den Power-Girls sehr gut und ich empfehle sie euch, ohne lange nachzudenken. Wer also mal Lust auf ein richtiges Serien-Marathon-Wochenende hat, hat mit „Diebische Elstern“ die richtige Serie gefunden. Hohe Suchtfaktor-Gefahr mit jeder Menge Drama, Alltagsschmerz und Herzrasen. Schnappt euch also eure Jogginghose, Schokolade, Chips oder was ihr sonst so finden könnt und verwandelt euer Sofa in eine Deckenburg – jetzt wird gebinged.

By Sophia

Sophia ist nicht nur Serienliebhaberin, sondern rennt auch immer sofort ins Kino, wenn der Geldbeutel es zulässt. Seit ihrer Kindheit sind Filme ein wichtiger Teil ihres Lebens und das hat sich bis heute nicht geändert. In ihrer Freizeit liest sie Bibliotheken leer und versucht der beste Pokémon-Trainer zu werden.

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