Die 80er Jahre waren wie kein anderes Jahrzehnt prägend für das Genre des Teeniefilms bzw. Coming-of-Age-Films. In diesen zehn Jahren wurden Narrative geschaffen, die bis heute immer wieder in modernen Coming-of-Age-Filme zitiert, aufgegriffen oder weitergesponnen werden. „Can’t Buy Me Love“ von 1987 inspirierte beispielsweise Filme wie „Love Don’t Cost A Thing“ von 2003 oder (in gewisser Weise) „Eine wie Keine“ von 1999. Obwohl er aus heutiger Sicht im Schatten der bekannten John Hughes Filme der 80er etwas verblasst, ist „Can’t Buy Me Love“ ein echter Klassiker und darf in dieser Artikelreihe auf keinen Fall fehlen.

Darum geht’s: Ronald Miller ist ein typischer Nerd. In seiner Freizeit beschäftigt er sich am liebsten mit Astronomie und spielt mit seinen Kumpels im Keller Karten anstatt auf Partys zu gehen. Doch das reicht ihm bald nicht mehr. Er will zu den coolen Kids der Schule gehören und beliebt sein. Als das begehrteste Mädchen der Schule – Cindy Manzini – in Bedrängnis gerät, weil sie das neue Wildlederkostüm ihrer Mutter ruiniert hat, bietet Ronald ihr einen Handel an. Er bezahlt ihr ein neues Kostüm, wenn sie ihn dafür beliebt macht. Doch wie stellen sie das an?

Ganz einfach: Sie gehen miteinander. Für einen Monat spielen Cindy und Ronald die Scharade. Gehen zusammen auf Dates, lassen sich gemeinsam auf Partys blicken und spielen in der Schule für alle das verliebte Paar – auch, wenn das am Anfang noch etwas hölzern ist. Sogar ein Umstyling bekommt Ronald von Cindy verpasst und mit dem äußerlichen Wandel legt er sich gleich noch eine neue Persönlichkeit zu: Mr. Cool. Das kommt zwar bei den angesagten Kids der Schule an, nicht aber bei Ronalds alten Freunden, die ihn beim Kartenspielen vermissen.

Als der Monat vorbei ist, trennen sich Ronald und Cindy lautstark vor allen Mitschülern und sind das Gesprächsthema Nummer Eins. Doch Ronalds Beleidigungen an diesem Tag lassen Cindy einfach nicht kalt. Hat sie etwa Gefühle für ihn entwickelt? Das ist aber auch egal, denn sie bemerkt, dass sie mit Ronalds Verwandlung ein echtes Beliebtheits-Monster erschaffen hat. Ronald ist mittlerweile so angesagt, dass ihm einfach alle an der Schule alles nachmachen. Sogar den peinlichen Ameisentanz auf dem Schulball – eine meiner Lieblingsszenen.

„Can’t Buy Me Love“ ist ein Paradebeispiels für die amerikanische Gesellschaft. Lass einfach alle Leute denken, du wärst etwas, dann bist du auch etwas. Dass die coolen Kids dem vermeintlich beliebten Ronald folgen und ihm nacheifern, obwohl sie ihn noch kurz zuvor gemobbt haben, ist einfach lächerlich genial. Es lehrt uns, vielleicht doch erst nachzudenken, bevor man blind einem Trend folgt. Ja, Generation Instagram, ich meine euch. Und: Prüft ganz genau, wer eure wahren Freunde sind.

Wenn ihr wissen wollt, wie es mit Ronald und Cindy ausgeht, schaut euch den Film unbedingt an. Auch wenn das Ende, und da will ich euch vorwarnen, irgendwie recht schnell kommt und meiner Meinung nach noch ein paar ungeklärte Fragen offen lässt. Aber es kann eben nicht immer alles perfekt sein. „Can’t Buy Me Love“ ist ein toller Film, der den Zuschauern das eigene Streben danach „etwas zu sein“ vor Augen führt. Er lässt uns innehalten und denken: „Ist es das wirklich wert?“ Frei nach dem alten Willi: Beliebt oder nicht beliebt sein? Das ist hier die Frage.

By Sophia

Sophia ist nicht nur Serienliebhaberin, sondern rennt auch immer sofort ins Kino, wenn der Geldbeutel es zulässt. Seit ihrer Kindheit sind Filme ein wichtiger Teil ihres Lebens und das hat sich bis heute nicht geändert. In ihrer Freizeit liest sie Bibliotheken leer und versucht der beste Pokémon-Trainer zu werden.

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